Vermögensplanung für Unternehmer

Réunion de travail entre avocats et clients autour d'une table dans une salle de réunion moderne du cabinet Harlington

Für einen Unternehmer sind Betriebs- und Privatvermögen untrennbar miteinander verbunden: Das Unternehmen ist häufig der wichtigste Vermögenswert, zugleich aber auch die größte Risikoquelle. Dieses gemischte Vermögen zu strukturieren, zu schützen und auf die Übertragung vorzubereiten, ist eine eigenständige Aufgabe – Harlington begleitet Sie dabei in Luxemburg und in Paris.

Welche vermögensrechtlichen Fragen stellen sich für einen Unternehmer?

Ein Unternehmer steht vor einer besonderen Ausgangslage: Ein überwiegender Teil seines Vermögens ist im Unternehmen gebunden, wenig liquide und den wirtschaftlichen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Hinzu kommen die persönliche Haftung aus der Leitungsfunktion und die Frage der Übertragung – an die Familie oder durch Verkauf –, die häufig zu spät angegangen wird.

Wie bereitet man die Übergabe oder den Verkauf seines Unternehmens vor?

Eine Unternehmensnachfolge will mehrere Jahre im Voraus vorbereitet sein. Je nach Ziel – Übertragung auf die Kinder oder Verkauf an einen Dritten – kommen unterschiedliche Instrumente in Betracht: der pacte Dutreil (französische Steuerbegünstigung für die Unternehmensnachfolge) zur Senkung der Übertragungssteuer, die Schenkung vor dem Verkauf, die apport-cession (Einbringung der Anteile in eine Holding vor deren Veräußerung) zur Reinvestition oder die fiducie (französische Treuhand), um den Übergang schrittweise zu gestalten.

Eine frühzeitige Vorbereitung senkt die Steuerlast, sichert den Kaufpreis ab und wahrt zugleich den Fortbestand des Unternehmens und die Ruhe der Familie.

Welche rechtliche Begleitung braucht ein Unternehmer?

Die Vermögensgestaltung eines geschäftsführenden Gesellschafters berührt Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Vermögens- und Erbrecht und häufig auch die Prozessführung. Harlington, Kanzlei von Avocats à la Cour und Treuhänder, vereint diese Kompetenzen. Entdecken Sie unsere Treuhandmandate und unsere Lösungen für die Vermögensverwaltung.

Häufige Fragen

Wann sollte man die Unternehmensnachfolge vorbereiten?

So früh wie möglich. Eine gut vorbereitete Nachfolge wird idealerweise über fünf bis zehn Jahre hinweg aufgebaut, damit die steuerlichen Instrumente (pacte Dutreil, Schenkungen) in Ruhe genutzt werden können und der Übergang kontrolliert verläuft.

Ist der pacte Dutreil in jedem Fall sinnvoll?

Der pacte Dutreil bleibt einer der wichtigsten Hebel, um die Steuer auf die Unternehmensübertragung zu senken – vorausgesetzt, die Haltefristverpflichtungen werden eingehalten. Ob er sich eignet, hängt von der Beteiligungsstruktur und den verfolgten Zielen ab; eine vorherige Prüfung ist unerlässlich.

Wie schützt man seine Familie im Todesfall oder bei Geschäftsunfähigkeit?

Die Kombination aus einer fiducie, einer Vorsorgevollmacht (mandat de protection future) und einer Lebensversicherung sichert die Fortführung der Verwaltung und den Schutz der Angehörigen. Diese Instrumente müssen mit der Unternehmensführung abgestimmt werden.

Fünf konkrete Fallbeispiele zur Vermögensverwaltung für Unternehmer

Fall Nr. 1: Liquidität des Unternehmens und Vergütung des Unternehmensleiters absichern

Herr und Frau DUPOND führen ein erfolgreiches mittelständisches Industrieunternehmen, doch der größte Teil ihres Vermögens ist in der Gesellschaft gebunden. Ihre Sorge ist eine doppelte: die Liquidität des Unternehmens für den Fall eines Rückschlags zu erhalten und sich – für sich selbst wie für ihre Angehörigen – regelmäßige Einkünfte aufzubauen, die von den Schwankungen des operativen Geschäfts unabhängig sind. Sie wollen vermeiden, dass ihr Lebensstandard allein an der Ertragslage der Gesellschaft hängt und dadurch Unternehmen und Familie zugleich geschwächt werden.

Wir strukturieren daraufhin eine maßvolle Ausschüttungspolitik, getragen von einer vermögensverwaltenden Holding und liquiden Anlagevehikeln. Die Abwägung zwischen Geschäftsführervergütung, Dividenden und Liquiditätstransfer an die Holding wird so austariert, dass die Einkünfte des Unternehmensleiters geglättet werden, ohne die Investitionskraft des Unternehmens zu beeinträchtigen. Ein Teil des Betriebsvermögens wird schrittweise in diversifiziertes Privatvermögen überführt, um die Überkonzentration auf das Unternehmensrisiko zu verringern und den Lebensstandard der Familie dauerhaft zu sichern.

Fall Nr. 2: Das Vermögen des geschäftsführenden Gesellschafters diversifizieren und bündeln

Frau DURAND hält mehrere Beteiligungen sowie liquide Mittel, die über verschiedene Konten, Banken und Anlageformen verstreut sind. Ihr Berater hat sie darauf hingewiesen, dass diese Zersplitterung die Gesamtrendite schmälert, die Risikosteuerung erschwert und ihre Umschichtungen steuerlich verteuert. Wie viele Unternehmer hat sie ihr Vermögen aus Gelegenheiten heraus aufgebaut, ohne Gesamtkonzept.

Wir errichten eine konsolidierte Vermögensarchitektur: Die Vermögenswerte werden in einer Holding und in passenden Anlagevehikeln gebündelt. Das erlaubt eine stimmige Vermögensallokation, eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber den Finanzpartnern und einen einheitlichen Blick auf das Risiko. Diese Bündelung verbessert die Nettorendite und erleichtert die spätere Übertragung, ohne die Eigenlogik der einzelnen Vermögensblöcke – betrieblich wie privat – zu verletzen.

Fall Nr. 3: Das Unternehmen bei der Übergabe innerhalb der Familie schützen

Im Rahmen einer donation-partage (vorweggenommene Erbauseinandersetzung durch Schenkung) der Anteile an ihrer Familiengesellschaft möchten Herr und Frau PICHEGRU an ihre Kinder übertragen, ohne die Stabilität der Unternehmensführung zu gefährden. Einer der Erben ist im Unternehmen nicht tätig, und der Unternehmensleiter fürchtet, dass die Zersplitterung des Kapitals strategische Entscheidungen lähmt oder das Unternehmen Blockaden in der Gesellschafterversammlung aussetzt.

Wir verzahnen einen pacte Dutreil (französische Steuerbegünstigung der Unternehmensnachfolge), eine Gesellschaftervereinbarung und eine durchdachte Aufteilung zwischen Volleigentum und der Trennung von Nießbrauch und bloßem Eigentum, um einen gerechten Ausgleich unter den Kindern und die Kontinuität der Leitung miteinander zu vereinbaren. Die Unternehmensführung wird durch angepasste Stimmrechte und Austrittsklauseln abgesichert; so geht die Vermögensübertragung mit dem Erhalt des Betriebs und dem Fortbestand des Unternehmens einher.

Fall Nr. 4: Auf Handlungsunfähigkeit oder Ausfall des Unternehmensleiters vorbereitet sein

Herr und Frau JARDIN fürchten die Folgen, die eine plötzliche Handlungsunfähigkeit des Unternehmensleiters für ihr Unternehmen hätte. Ohne vorherige Vorkehrungen kann der Ausfall des Unternehmers das laufende Tagesgeschäft blockieren, Geschäftspartner und Mitarbeitende verunsichern und den Wert der Gesellschaft selbst gefährden.

Wir kombinieren ein mandat de protection future (französische Vorsorgevollmacht), eine fiducie (französische Treuhand) und eine Notfallorganisation der Unternehmensführung (Vollmachtsdelegationen, benannte Bevollmächtigte), um die Kontinuität der Leitung und die Verwaltung des betrieblichen wie privaten Vermögens unter allen Umständen sicherzustellen. Dieses mit der Satzung und der Keyman-Versicherung abgestimmte Instrumentarium ist ein echtes Sicherheitsnetz, das erst an dem Tag greift, an dem das abgedeckte Risiko eintritt.

Eine maßgeschneiderte Strategie für jeden Unternehmer

Die Vermögensverwaltung eines Unternehmers ist mehr als das bloße Nebeneinander finanzieller oder rechtlicher Instrumente. Sie ist ein eigenständiger Ansatz, der Betriebs- und Privatvermögen in einer einzigen Strategie zusammenführt, die auf die Person des Unternehmers, seine Familie und sein Unternehmen zugeschnitten ist.

Warum es einen ganzheitlichen Vermögensansatz braucht

Das Vermögen eines Unternehmers zu strukturieren heißt, Beteiligungsstruktur, Vergütung, private Ersparnisse, Immobilien und Vorsorge aufeinander abzustimmen. Für sich genommen mag jede Entscheidung sinnvoll erscheinen; schlecht aufeinander abgestimmt, führt sie dagegen zu steuerlichen Risiken, zu Blockaden in der Unternehmensführung oder zu einer schwachen Position im Fall einer Veräußerung. Erst die Gesamtschau erlaubt es, Rendite, Schutz und Nachfolge miteinander zu vereinbaren.

Deshalb muss die Vermögensstrategie des Unternehmers Störungen standhalten: einem Markteinbruch, einem Streit unter Gesellschaftern, der Geschäftsunfähigkeit oder dem Tod. Die eingesetzten Instrumente, von der Holding über die fiducie (französische Treuhand) bis zum pacte Dutreil (französische Steuerbegünstigung der Unternehmensnachfolge), sollen den Fortbestand des Unternehmens sichern und zugleich die Lage der Familie dauerhaft absichern.

Kein Instrument genügt jedoch für sich allein: Erst ihr Zusammenspiel, das mit der Entwicklung des Unternehmens und dem Lebensweg des Unternehmers regelmäßig überprüft wird, gewährleistet eine wirklich wirksame und dauerhafte Vermögensverwaltung.

Fall Nr. 5: die Veräußerung vorbereiten und dem Vermögen einen Sinn geben

Der letzte Fall ist besonders aufschlussreich: Frau DUBOIS ist geschäftsführende Gründerin einer Unternehmensgruppe, die sie zu veräußern beabsichtigt. Da sie keine direkten Erben hat, möchte sie nicht, dass sich das Ergebnis eines ganzen Unternehmerlebens nach den Zufälligkeiten der Besteuerung zerstreut; sie will es vielmehr überlegt einsetzen: für ihre eigene Sicherheit, für ihre Angehörigen und für die Anliegen, die ihr am Herzen liegen.

Sie gibt uns drei Ziele vor: die Veräußerung ihres Unternehmens unter bestmöglichen Bedingungen vorzubereiten, damit es ihr an nichts fehlt und sie frei darüber verfügen kann (i), den Verkaufserlös zugleich im Rahmen einer vorsichtigen und breit gestreuten Allokation zu mehren (ii) und letztlich die Übertragung eines Teils ihres Vermögens auf Projekte und Begünstigte zu ordnen, die sie selbst ausgewählt hat (iii).

Zudem legt sie Wert darauf, dass ihr Vermögen auch nach der Veräußerung entsprechend ihrem Willen verwendet wird und dass eine regelmäßige Überprüfung stattfindet, um die Mittel umzulenken, falls die verfolgten Ziele nicht mehr erreicht werden. Konkret möchte Frau DUBOIS das Unternehmertum der jungen Generationen fördern und die Übernahme von Betrieben in ihrer Region begleiten.

Im Vorfeld des Verkaufs strukturieren wir daher eine Lösung, die apport-cession (Einbringung der Anteile in eine Holding mit anschließender Veräußerung), eine vermögensverwaltende Holding und eigens errichtete Vehikel verbindet, wobei wir darauf achten, dass jede Anlage genau den verfolgten Zielen zugeordnet ist. Wir übernehmen die Überwachung der Wertentwicklung und die Kontrolle der eingegangenen Verpflichtungen, so wie Frau DUBOIS es selbst getan hätte.

So setzt die Unternehmerin den Unternehmergeist über die Veräußerung hinaus fort und verwendet das Vermögen, das sie in einem langen Arbeitsleben aufgebaut hat, verantwortungsvoll, während sie zugleich ihre eigene Sorgenfreiheit und die ihrer Angehörigen sichert.

Selbstverständlich gibt es zahlreiche weitere Gestaltungen und Strukturierungen, die den Bedürfnissen jedes Unternehmers gerecht werden, je nach Art seiner Tätigkeit, seiner familiären Situation und seinen Zielen für die Nachfolge. Sprechen Sie uns an: Wir prüfen Ihre Situation im Einzelnen und entwickeln eine maßgeschneiderte Vermögensstrategie, die den Herausforderungen Ihres Unternehmens und Ihrer Familie gerecht wird.

Häufige Fragen zur Vermögensverwaltung von Unternehmern

Warum sollte ein Unternehmer Betriebs- und Privatvermögen trennen?

Für einen Unternehmer ist das Unternehmen häufig der wichtigste Vermögenswert, zugleich aber auch die größte Risikoquelle. Betriebs- und Privatvermögen zu trennen und zu strukturieren (Holding, SCI – französische Immobiliengesellschaft, ehelicher Güterstand) schützt die Familie vor den Unwägbarkeiten der Geschäftstätigkeit und bereitet die Übertragung vor.

Wie lässt sich die Vergütung eines Unternehmensleiters optimieren?

Die Optimierung erfolgt über die Abwägung zwischen Gehalt und Dividenden, die Einrichtung einer holding animatrice (aktiv leitende Holdinggesellschaft), die Mitarbeiterbeteiligung und die Altersvorsorge (PER, französischer Altersvorsorgeplan) sowie die Wahl des sozialversicherungsrechtlichen Status. Ziel ist es, das Nettoeinkommen zu verbessern und zugleich das künftige Vermögen aufzubauen.

Was ist der apport-cession und wozu dient er?

Beim apport-cession (Artikel 150-0 B ter des CGI) werden die Anteile am eigenen Unternehmen vor dem Verkauf in eine Holding eingebracht, um die Besteuerung des Veräußerungsgewinns aufzuschieben, sofern ein Teil des Erlöses reinvestiert wird. Für Unternehmer, die ihre Gesellschaft veräußern, ist dies ein zentraler Hebel.

Wie überträgt man sein Unternehmen bei verringerter Steuerlast?

Der pacte Dutreil ermöglicht eine Befreiung von 75 % des Wertes der übertragenen Anteile und lässt sich mit der Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt (donation en nue-propriété) und der donation-partage (vorweggenommene Erbteilung) kombinieren. Wer die Übertragung mehrere Jahre vor dem Verkauf vorbereitet, senkt die Steuerlast erheblich.

Sollte man eine Vermögensholding gründen?

Eine Vermögensholding erleichtert die Verwaltung der Beteiligungen, die steuerliche Optimierung der Dividenden (Mutter-Tochter-Regime), die Reinvestition und die Übertragung. Ob sie sinnvoll ist, hängt vom Umfang des Betriebsvermögens und von den Zielen des Unternehmers ab und ist im Einzelfall zu prüfen.

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