FIDUCIE UND PRIVATSPHÄRE
Privatsphäre : von « 1984 » bis heute
Am 8. Juni 1949 veröffentlichte George Orwell sein berühmtes Werk „1984“, einen dystopischen Roman über die Folgen des Totalitarismus und der Massenüberwachung innerhalb der Gesellschaft.
Zwar traf das angekündigte Datum (1984) nicht so genau zu, wie er es vorhergesehen hatte; Orwells Prophezeiung hat sich einige Jahrzehnte später gleichwohl erfüllt, denn wir leben inzwischen alle in einer Welt, in der unser Verhalten und unser Besitz überwacht werden – zumindest digital.
Ausgeprägt ist dies mehr oder weniger stark, je nach den politischen und kulturellen Vorstellungen des jeweiligen Landes und der jeweiligen Weltregion (besonders weit entwickelt in Asien und jenseits des Atlantiks, nämlich in China mit dem Mechanismus des „Sozialkredits“ und in den Vereinigten Staaten mit dem „Credit Score“, die es erlauben, Einzelpersonen nach wirtschaftlichen und sozialen Kriterien zu bewerten).
All diesen Mechanismen ist gemeinsam, dass sie sich auf Technologie und auf den Abgleich von Datenbeständen stützen. Kaufen Sie etwa ein Fahrzeug oder eine Immobilie, so wird diese verwaltungsmäßig Ihrem Namen zugeordnet oder dem Ihrer Gesellschaft, die ihrerseits über das Register der wirtschaftlich Berechtigten mit Ihrer Identität verknüpft bleibt.
In der Praxis haben Sie daher weder Intimsphäre noch Privatsphäre, denn die Verwaltung und potenziell jede Person, die rechtmäßig oder unrechtmäßig (etwa bei einem Datenleck) an diese Informationen gelangt, kann den Umfang Ihres Vermögens und Ihrer Güter sehr genau ermitteln.
Das kann in bestimmten Fällen ein Risiko für Ihre persönliche Sicherheit oder für Ihre Familienangehörigen begründen.
Wie schützen Sie Ihre Privatsphäre mit einer fiducie (französische Treuhand) ?
Die Privatsphäre schützen
Um dieses Problem zu entschärfen und diese Schwierigkeit zu umgehen, bringen vermögende Familien und Unternehmensleiter aus Gründen der Sicherheit, der Ruhe und der Gelassenheit ihr gesamtes Vermögen seit Langem in fiducies oder Trusts unter, um es uneingeschränkt zu nutzen, ohne sich zu exponieren.
Das erinnert an den berühmten Satz von John D. Rockefeller: „Nichts besitzen, alles kontrollieren“.
Denn wenn niemand weiß, was Sie halten, kann niemand Sie beneiden und – vor allem – niemand kann Sie verklagen oder in Ihr Vermögen vollstrecken.
Je bedeutender Ihr Vermögen ist, desto stärker sind Sie diesen Risiken statistisch ausgesetzt.
Ein höheres Prozessrisiko, als man denkt
Jahr für Jahr werden in den Vereinigten Staaten mehr als 14 Millionen Zivilverfahren eingeleitet, allein in Frankreich mehr als 2,2 Millionen.
Was die fiducie (französische Treuhand) für Ihre Privatsphäre verändert
Die fiducie macht Ihr Vermögen also nicht nur unpfändbar, wie wir es in weiteren Beiträgen unserer Analysen dargelegt und erläutert haben, sondern sie schützt vor allem Ihre Privatsphäre – und das ist unbezahlbar. Sie gewinnen an Ruhe und Gelassenheit, indem Sie die rechtliche Inhaberschaft Ihrer Vermögenswerte einem als Treuhänder tätigen Rechtsanwalt anvertrauen, der sie dank seiner Erfahrung im Recht und in der Prozessführung stets besser zu schützen vermag, als Sie es selbst je könnten.
Häufige Fragen zur fiducie (französische Treuhand) und zur Privatsphäre
Wie schützt die fiducie die Privatsphäre?
Die fiducie erlaubt es, Vermögenswerte über einen Treuhänder zu halten und zu verwalten, ohne dass die Identität des Treugebers gegenüber Dritten zwangsläufig offengelegt wird. Sie bietet damit eine erhöhte Vertraulichkeit beim Halten und bei der Verwaltung des Vermögens.
Ist die fiducie anonym?
Nein, die fiducie ist nicht anonym: Sie wird der Steuerverwaltung angezeigt und in das nationale Register der fiducies eingetragen. Sie bietet Vertraulichkeit gegenüber Dritten, bleibt gegenüber den Behörden aber transparent.
Für wen kann es sinnvoll sein, die Privatsphäre durch eine fiducie zu schützen?
Personen des öffentlichen Lebens, Unternehmensleiter, vermögende Familien oder alle, die eine öffentliche Zurschaustellung ihres Vermögens vermeiden möchten, können auf die fiducie zurückgreifen, um ihre Diskretion zu wahren.
Ist die Vertraulichkeit der fiducie rechtmäßig?
Ja. Die Vertraulichkeit, die die fiducie bietet, ist vollkommen rechtmäßig, solange die steuerlichen Anzeigepflichten und das Register der fiducies beachtet werden. Es handelt sich nicht um ein Mittel der Verschleierung, sondern um den Schutz der Privatsphäre.
Wie wird eine vertrauliche fiducie eingerichtet?
Ein als Treuhänder tätiger Rechtsanwalt verfasst einen maßgeschneiderten Vertrag und übernimmt die Verwaltung unter Beachtung der gesetzlichen Pflichten und wahrt dabei Ihre Diskretion. Dieses Maß an Schutz und Rechtssicherheit werden Sie allein niemals erreichen.
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